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Typo3 vs Joomla

10.09.2012
17:57

Die Websites, die wir für unsere Kunden erstellen, wurden alle auf Grundlage des vielseitigen Typo3 Open Source CMS programmiert. Dank unserer jahrelangen Erfahrung in der Arbeit mit Typo3 kennen wir Kniffe und Macken des Systems bestens und können unseren Kunden genau sagen, was damit alles möglich ist. Doch manchmal kann es dennoch nützlich sein, auch einen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus zu werfen und beispielsweise zu schauen, welche Funktionen andere Systeme bieten und wie Backend und Frontend dort zusammenarbeiten.

Eines der bekanntesten und meistverwendetsten Open Source CMS ist dabei Joomla!. Google Trends gibt einen ungefähren Hinweis darauf, wie beliebt Joomla! weltweit ist, selbst im deutschsprachigen Raum (in dem Typo3 am häufigsten genutzt wird).

Google Trends für Joomla! (rot) und Typo3 (blau) weltweit ...
... und in Deutschland

Auch wir haben in der Vergangenheit schon mit Joomla! gearbeitet und wollen diese Stelle deswegen zu einer kleinen Gegenüberstellung nutzen, die die Unterschiede beider Systeme etwas näher beleuchten und aufklären soll, warum wir trotz der enormen Popularität von Joomla! bei Typo3 geblieben sind. Wir betrachten die Frage dabei je einmal aus Sicht des Entwicklers und aus Sicht des Users.

Für den Entwickler

Einfacher als mit Joomla geht die Einrichtung eigentlich kaum. Files auf den Webspace packen, im Wizard Infos zu Datenbanken und Co. hinterlegen, fertig. Templates, mit denen sich das Design modifizieren lässt, gehen genauso leicht von der Hand. Die grundsätzliche Einrichtung läuft für ungeübte Anwender damit schneller und einfacher ab als mit Typo3.

Doch der Komfort hat auch seinen Preis, im Falle von Joomla besteht der in der Funktionsvielfalt. Für viele Features, die bei Typo3 bereits in der Grundinstallation vorhanden sind, sind bei Joomla! zusätzliche Extensions vonnöten. Beispielsweise um mehr als eine rudimentäre Rechtevergabe für Benutzer zu haben, um Mehrsprachigkeit zu integrieren, eine Sitemap zu generieren oder für die Versionierung von Inhalten. Das macht nicht nur Mühe während der Einrichtung, sondern kann auf lange Sicht auch zu Problemen führen. Wenn beispielsweise ein zentrales Plugin nicht mehr weiterentwickelt wird oder durch ein Joomla!-Update funktionsunfähig wird, kostet das Zeit und Nerven.

Sowohl für Joomla! als auch für Typo3 können Programmierer bereits auf umfangreiche Pluginbibliotheken zurückgreifen, die für fast jedes erdenkliche Problem eine Lösung bieten. Wer jedoch selbst programmieren muss, muss sich dazu für Typo3 in die CMS-eigene Skriptsprache TypoScript einarbeiten. Joomla! verwendet hier gewöhnliches php und ist an dieser Stelle einsteigerfreundlicher. Wer aber keine eigenen Plugins entwickeln möchte, für den besteht hier allerdings kein Vorteil.

Ein zentrales Manko, welches Joomla! für größere Webprojekte unpraktisch gestaltet, ist der fehlende Support für mehrere Domains in einem Paket. Für jede einzelne Domain muss deshalb ein eigenes CMS gepflegt werden, das wieder eigene Plugins braucht, die wiederum regelmäßig geupdatet werden müssen – man sieht, worauf das ganze hinausläuft.

Für den User

Typo3 Backend
Joomla! Backend

Beim ersten Blick ins Backend fällt der fehlende Seitenbaum auf. Stattdessen werden die einzelnen Artikel untereinander im Blogformat aufgelistet, eine Hierarchie ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Das erschwert die Navigation im Backend, stattdessen muss sich der Nutzer mit einer Filterfunktion behelfen, um die gesuchten Posts zu finden, insbesondere, wenn man sich nicht mehr an den Titel eines einzelnen Artikels erinnert. 

Auch im Aufbau der eigentlichen Seite unterscheiden sich Typo3 und Joomla! deutlich voneinander. Während eine Typo3 Page aus einer Sammlung von Inhaltselementen besteht, die zu unterschiedlichen Typen (Bilder, Text, Plugins, ...) gehören und nach Belieben angeordnet und dupliziert werden können, besteht eine Joomla! Page im wesentlichen aus dem Artikelblock, der Inhaltselemente jeder Art vereint. Sprich der Nutzer arbeitet bei Joomla! viel näher am HTML, was für ungeübte Anwender leicht zu Problemen führen kann. Gleichzeitig beachtet Typo3 dank seiner klaren Untergliederung in verschiedene Inhaltselementtypen das Gebot der Trennung von Design und Content, was Pflege und Update der Seite weiter erleichtert.

Zusätzliche Inhalte wie Gästebücher, Breadcrumbs oder Kommentare werden bei Joomla! als sogenannte Module eingebunden, die im Modul Manager einzelnen Seiten zugewiesen werden müssen. Das ist im Vergleich zur Typo3 Lösung - alles als Inhaltselemente zu behandeln - wenig intuitiv. Unterm Strich beurteilen wir das Typo3 Backend wesentlich benutzerfreundlicher als Joomla, ohne dass dabei Features vermisst würden. Nutzer können dank der selbsterklärenden Bauweise leicht eigene Seiten erstellen, selbst wenn diese über fortgeschrittene Funktionen verfügen.

Fazit

Wer privat eine Website aufsetzen will, ohne damit zu große Mühe zu haben und eher an einer out-of-the-box Lösung interessiert ist, die sofort läuft, der ist mit Joomla! (oder einer praktisch gleichwertigen Alternative wie Wordpress) gut beraten. Praktisch alles, was Privatanwender brauchen, ist hier von Anfang an dabei ohne den Benutzer mit zu vielen Optionen zu verwirren.

Sobald die Seite allerdings über mehrere Navigationsebenen verfügt, verschiedene Benutzer an einer Seite arbeiten müssen oder mehr als eine Domain verwaltet werden soll, raten wir zu Typo3. Sämtlicher Mehraufwand fällt im Vergleich zu Joomla! bei der Installation und Einrichtung an. Für den Nutzer ist das Arbeiten mit Typo3 (unserer Meinung nach) konsequent einfacher, während wir gleichzeitig in der Lage sind, das CMS genauer an die Wünsche des Kunden anzupassen.

(adina)Gravatar: PermalinkTrackback-Link
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