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Blackhat-SEO unterm Damoklesschwert

24.02.2011
11:14

Der Fall J.C. Penney

 

In den Google Rankings ganz nach vorn zu kommen, geschieht nicht über Nacht. Nachhaltige Suchmaschinenoptimierung, die auf langfristigen Erfolg angelegt ist, benötigt je nach Keyword Monate, bis spürbare Veränderungen eintreten. Kunden davon zu überzeugen, dass der Erfolg nicht schon nach zwei Wochen da ist, fällt nicht immer leicht, viele pochen auf schnelle Ergebnisse.


Da ist es nachzuvollziehen, dass viele SEO-Agenturen versuchen, die gewünschten Ergebnisse über eine Abkürzung zu erreichen. Maßnahmen, die in der Regel unter der Bezeichnung Blackhat-SEO zusammengefasst werden und ausschließlich darauf ausgelegt sind, Suchmaschinen in die Irre zu führen. Das solche Praktiken auch böse Folgen haben können, durfte jetzt das US Versandhaus J.C. Penney erfahren.


Wie die New York Times berichtet (hier auch in deutscher Übersetzung), lag das Unternehmen während dem wichtigen Feiertagsgeschäft für eine ganze Fülle von Keywords auf den ersten Positionen bei google.com . Egal ob man nach „furniture“, „skinny jeans“ oder „bedding“ suchte, stets war http://www.jcpenney.com/ auf dem ersten Platz. Selbst Branchengrößen wie Wal-Mart oder Amazon wurden auf ihre Plätze verwiesen.


Heute ist bekannt, wie das Unternehmen das geschafft hat. Zahllose Keywordlinks im Blogroll oder in Footern von Seiten über Kernenergie, Online Casinos, Immobilien, Zahnärzte, Diamantkopfbohrer und vielen weiteren Blogs, deren Themengebiet keinen Zusammenhang mit den verlinkten Keywords haben. Hier wurde ganz offensichtlich Linktausch- und Linkkauf im großen Maße betrieben.


In seinen Richtlinien für Webmaster stellt Google unmissverständlich dar, dass solche Praktiken als versuchte Manipulation gewertet werden. Die Gegenmaßnahmen von Google folgten nach der Entdeckung der Manipulation deswegen auf dem Fuß und in zwei Wellen. Am 7. Februar nahm Google eine Algorithmusänderung vor, am 9. Februar nochmal einen manuellen Eingriff. J.C. Penney ist seitdem effektiv aus den organischen Suchergebnissen verschwunden.

Sichtbarkeitsverlauf der Domain www.jcpenney.com über die letzten 12 Monate. Erstellt mit dem SEO Tool "Xovi".

Die Grafik zeigt das recht deutlich im Sichtbarkeitsverlauf (hier ausnahmsweise von google.de statt von google.com) - der Anzahl von Keywords, mit denen die Webseite auf Seite 1 in der Google Suche steht. Interessant ist die Statistik auch, weil zu sehen ist, dass die Seite bereits vorher schon einmal massiv abgestraft wurde (im April 2010), sich aber über ein-zwei Monate recht schnell von der Penalty erholt hat. Man darf gespannt sein, wie lange die Seite diesmal braucht.


Für SEO-Agenturen und deren Kunden bleibt jedenfalls festzuhalten: Blackhat lohnt sich nicht. JCPenney geht jetzt nicht nur Traffic verloren, auch der Imageschaden ist enorm. Keine seriöse SEO-Agentur sollte sich deswegen solcher Methoden bedienen.

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